Den Golf-Sport gibt es seit hunderten von Jahren, bevorzugt in höheren Gesellschaftsschichten. Die ersten Regelaufzeichnungen sind aus dem Jahr 1744 bekannt, die bis heute gültigen Regeln stammen vom Royal & Ancient Golf Club of St Andrews aus dem Jahr 1754. Letzte Änderungen bezüglich der Vereinheitlichung wurden allgemein am 1.Januar 2008 veröffentlicht. Eine Überarbeitung findet alle vier Jahre statt.
Die grundsätzlichen Regeln beim Golf dürften wohl jedermann bekannt sein: Es wird auf einem Rasenplatz gespielt mit 18 Löchern. Vom Startplatz (Abschlagplatz) bis zum Loch, das in einem Bereich liegt der “Green” genannt wird und besonders kurzen Rasen hat, so dass der Ball hier extrem gut rollt, ist der Abstand unterschiedlich groß. Auf manchen Bahnen ist das Loch prinzipiell direkt erreichbar, auf anderen gibt es Hindernisse wie Bäume oder ganze Wälder, Bunker, Wasser bzw. Seen und Höhenunterschiede. Weil es so vielfältige Möglichkeiten der Golfplatzgestaltung gibt ist das Regelwerk entsprechen umfangreich.
Festgelegt wird eine Anzahl an Soll-Schlägen, mit denen der Golf-Spieler das Loch erreichen sollte. Gelingt ihm dies nennt hat er an diesem Loch ein Paar gespielt, was heißt es gibt weder negative noch positive Punkte. Für jeden Schlag, den der Golfer weniger benötigt als festgelegt bekommt er einen inus-Punkt, für jeden Schlag den er mehr benötigt hat einen Pluspunkt. Hat ein Spieler am Ende zum Beispiel Minus 10 Punkte bedeutet dies, er war 10 Punkte besser als “normal” und war demnach besser als ein SPieler, der beispielsweise -5 Punkte oder sogar eine positive Punktezahl hat. Der Spieler mit dem niedrigsten Wert gewinnt also.
Verlässt ein Spieler die festgelegte Bahn indem er z.B. in den Wald schlägt, oder in den See und nicht weiterspielen kann gibt es einen Extrapunkt (was schlecht ist, da man möglichst wenig Schläge brauchen sollte). Grundsätzlich muss der Ball aber immer exakt von der Stelle weitergespielt werden, wo er gelandet ist. Dabei kann es zu skurillen Situationen kommen je nach der Beschaffenheit des Golfplatzes. Je nach Untergrund wo der Ball liegt wählt der Golfspieler einen anderen Golfschläger aus, der entweder aus Eisen oder aus Holz besteht.
Die Golfbälle sind allgemein genormt, sie haben einen Durchmesser von 42,67 Milimetern und wiegen 45,93 Gramm. Für die Anzahl der Schläge, die ein Spieler mehr oder weniger braucht als als “Paar” definiert gibt es auch spezielle Fachbegriffe. braucht der Golfspieler einen Schlag weniger als Paar nennt man dies einen “Birdie”, zwei Schläge weniger nennt man “Eagle”. Ein Schlag mehr als Paar heißt “Bogey”, zwei Schläge mehr nennt man “Double Bogey” und drei mehr “Triple Bogey”. Der beste Schlag ist natürlich das Treffen des Loches mit einem Schlag, das berühmte Hole-in-One. Davon träumt wohl jeder Golfspieler…
Die Golf-Regeln
Die Entstehung des Golf-Sports
Die Schotten gelten als die Erfinder des Golf-Sports. Nach einer Reihe von anderen Theorien, fand er seinen Ursprung in Kontinentaleuropa. Dabei werden Holland, Frankreich und Brüssel häufig genannt. Ein Fenster in der Kathedrale von Gloucester in England aus dem Jahre 1340, soll einen Golfer zeigen. In Ägypten, im antiken Rom und in Japan, Korea und China finden sich ebenfalls frühe Hinweise auf ein Spiel mit Ball und Schlägern.
Deshalb ist es umstritten, ab welchem Punkt nicht mehr von Vorläufern die Rede sein kann, sondern tatsächlich von Golf gesprochen werden muss. Letztlich hängt es von den Kriterien ab, nach denen man den Golfsport definiert. So ist es erst in einem Lehrbuch von 1545 verbürgt, dass ein Spieler beim Schlag nicht vom Gegner gestört werden darf. Die ältesten schottischen Dokumente beziehen sich von daher auf eine zwar „Golf“ genannte Sportart, die könnte aber vom Charakter her eher ein interaktives Kampfspiel gewesen sein.
Dem gegenüber steht die Tatsache, dass von den Früh- oder Vorformen des Golfs lediglich die schottische Variante erhalten geblieben ist. Die anderen Spielweisen verschwanden oder entwickelten sich zu neuen Spielen. Aus Colf wurde zum Beispiel das Indoor-Spiel Kolf. Der heutige Golf-Sport wurde in den nicht-britischen Ländern erst im 19. und 20. Jahrhundert eingeführt oder reimportiert.
GRÜNAU ONLINE
5. Juli, 18-21 Uhr Caritas Familienlocal. An vier Abenden werden wir mit Michael Arabin die leichte Schwäbische Küche kennenlernen, gemeinsam kochen und verkosten.
Teilnahmegebühr: 25 € / Veranstalter: Caritasverband Leipzig e.V.
7. Juli, 10-16 Uhr Bibliothek Grünau-Süd, Vormittag: Basteln, Malen, Vorlesen, Quiz für Kinder, 14 Uhr: Märchentheater Fingerhut zeigt das afrikanische Märchen »Wie der Elefant zu seinem Rüssel kam«. Vor langer Zeit hatten die Elefanten noch keinen Rüssel. Ein neugieriges Elefantenkind wollte wissen: »Was frisst eigentlich das Krokodil zu Mittag?« Da riefen seine Tanten und Onkel entsetzt: »Pscht!!!« und klapsten es gleich und immerzu und ganz lange … Ab 5 Jahren.
Veranstalter: Stadtbibliothek Leipzig.
Weitere Informationen unter: http://www.gruenau-online.de